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23.05.2010 INTERPHONE-Studie: Kein erhöhtes Hirntumorrisiko



Salzgitter (HaWe/ Ho) *
Foto: Zwei Handys
Das "Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)" weist in einer aktuellen Veröffentlichung auf das Ergebniss der Interphone-Studie hin.
Die Auswertung der Studie ergab, daß kein erhöhtes Risiko von Hirntumoren durch Handynutzung nachgewiesen werden kann. Sie ist damit deckungsleich mit den Studienergebnisse des vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) durchgeführten Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms . Dieses hatte gezeigt, dass es innerhalb der gültigen Grenzwerte keine Hinweise auf eine schädigende Wirkung des Mobilfunks gibt.

Jedoch konnten in der aktuell vorliegenden Studie nicht alle offenen Fragen im bezug auf eine Langzeitnutzung des Mobilfunks beantwortet werden.
Wie die Autoren der Studie, empfiehlt daher auch das BfS einen weiteren Forschungsbedarf. Insbesondere gilt dieses für eine Langzeitnutzung des Mobilfunkgerätes wie auch mögliche gesundheitliche Auswirkungen auf Kinder.
Die Strahlungsbelastung solle so gering wie möglich gehalten werden. Das BfS empfiehlt daher, wenn immer möglich, ein Festnetztelefon oder ein Headset zu nutzen .
In der Veröffentlichung heißt es weiter:

"Bei Nutzern von Mobiltelefonen, bei denen sich aus den Befragungen eine Gesamtnutzungsdauer von mehr als 1.640 Stunden abschätzen ließ, wurde ein statistisch signifikant erhöhtes Risiko errechnet, an einem Gliom zu erkranken. Für das Meningeom wurde bei intensiver Handynutzung ein erhöhtes, aber nicht statistisch signifikantes Risiko beobachtet. Bei den intensiven Handynutzern zeigten sich die Gliome eher in den Gehirnregionen, die sich nahe am Ohr befinden und auf der Seite des Kopfes, die als bevorzugte Seite zum Telefonieren angegeben wurde. Eine biologisch-medizinische Erklärung für diese Beobachtungen gibt es nicht. Bei den Befragungen der Mobiltelefonnutzer mit der höchsten Gesamtnutzungsdauer erhielten die Wissenschaftler außerdem nicht nachvollziehbare Antworten zur Nutzungshäufigkeit, die die Ergebnisse dieses Teils der Studie fraglich erscheinen lassen. Andere Ursachen für die Beobachtungen sind daher nicht auszuschließen."




* Links zum Thema:



- "Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)" - "INTERPHONE-Studie findet kein erhöhtes Hirntumorrisiko durch Handynutzung - BfS rät weiterhin zur Vorsorge ": http://www.bfs.de/de/elektro/hff/papiere.html/interphonestudie.html


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