10.12.2009 Mehr Mobilfunkgeräte bedeutet nicht auch mehr Gehirnerkrankungen * Links zum Thema: (Ältere Beiträge sind im Archiv abzurufen...)
Kopenhagen (Skandinavien)/ Kassel (HaWe/ Ho) *
"Mehr Mobilfunkgeräte bedeutet nicht auch mehr Gehirnerkrankungen". Zu diesem Ergebniss ist die Krebswissenschaftlerin Isabelle Deltour von der Dänischen Krebsgesellschaft gekommen.
Sie untersuchten statistisch die Zahl der Handynutzer, welche seit Mitte der 1990er Jahre geradezu explodiert ist und setzten diese in Relation zum Auftreten von Hirntumoren.
Es konnte hier kein direkter Zusammenhang entdeckt werden. Aber die zuständigen Wissenschaftler sind auffallend vorsichtig bei der Bewertung ihrer Ergebnisse: Man könne zwar davon ausgehen, daß der fehlende Anstieg bei den Erkrankungen darauf zurückzuführen sein, daß die von Mobiltelefonen verwendete Strahlung das Tumorrisiko tatsächlich nicht erhöht. Ebenso sei es aber denkbar, dass sich die Effekte erst nach einem längeren Zeitraum zeigen oder dass die Auswertung zu grob war.
Die "Deutsche Funk-Allianz (DFA) berichtete in der Vergangenheit mehrfach über die Frage, ob die HF-Strahlung von Handys gesundheitsgefährlich sein kann. Kritiker wie auch Befürworter des Mobilfunks berufgen sich auf unterschieldiche Studien, welche mal zu dem einen, mal zu dem anderen Ergebnis kommen. Deltour und ihr Team nahmen daher einen indirekten Weg. Sie fragten sich:
Mit dem zunehmenden Gebrauch von Mobiltelefonen müsste auch die Zahl der Hirntumoren gestiegen sein, wenn die Strahlung das Risiko wirklich deutlich erhöht. Trifft dieses zu?
Die Forscher werteten die Krebsregister aus Finnland, Norwegen, Dänemark und Schweden für den Zeitraum 1974 bis 2003 aus. Da die Handynutzung Mitte der 90er Jahre nahezu exponentiell zugenommen habe, müsste sich ein potenzieller Effekt nach dieser Zeit zeigen, so die Vermutung.
Obwohl sich kein direkter Zusammenhang feststellen ließ, müsse das nicht heißen, dass die Strahlung tatsächlich nichts anrichtet, äußerten sich die skandinavischen Forscher, um mögliche Gegenargumente bereits im Vorfeld zu entkräften. Es könne durchaus sein, daß sich ein durch die Strahlen ausgelöster Tumor erst nach mehr als zehn Jahren festgestellt werden kann und daher in den Krebsregistern noch nicht erfasst sind. Auch könne das erhöhte Risiko nur auf Teilgruppen zutreffen, deren Effekt in der großen Gesamtanzahl registrierter Fälle verschwinde. Es müssten daher dringend weitere und genauere Studien folgen.
Die meisten Mobilfunkritiker, so hat die DFA bereits vor gut 6 Jahren veröffentlicht ("08.07.2003: Mobilfunk - Der Streit um die Standorte..."- "10.07.2002 "Der CB-Funk und der Mobilfunk wird nicht in einen gemeinsamen Topf geworfen!" " - "08.06.2006 "Gepulste Vorgänge im menschlichen Körper"- sowie weitere Beiträge im Archiv der DFA-Webseite), werfen zunächst einmal alle Antennen - egal ob Mobilfunk, Amateurfunk, CB-Funk, BOS-Funk usw. in einen großen Topf und pauschalieren die bislang nicht bewiesene Gesundheitsgefahr.
Die DFA hat bereits im Jahr 2000 von Mathias Czaya das Thema bearbeiten lassen.
Der Ehrenbeirat der DFA e.V. hat darüber, z.B., auf der Herbstparlamentsvollversammlung 2000 in Wenningsen einen 45-minütigen Vortrag über die physikalischen Unterschiede der einzelnen HF-Frequenzen (er verglich GSM mit CB-Funk und mit PMR446) sowie die medizinischen Auswirkungen auf die Blut-Hirn-Schranke gehalten.
Seit dieser Zeit hat der Vorstand der DFA daher das Thema Mobilfunk und Gesundheitsgefahr im Zusammenhang mit dem CB-Funk zum ständigen Thema erklärt.
Insgesamt geht die Angst vor der HF-Strahlung durchaus so weit, daß CB-Funkern welche zur Miete wohnen und vom Hauswirt eine Erlaubniss zum setzen einer Antenne bekommen haben, von ihren Nachbarn diskreditiert werden. Der DFA e.V. ist mindestens ein Fall bekannt, wo der Hauswirt die zunächst genehmigte Antenne widerrufen hatte.
Deshalb hat die DFA e.V. auch den Antennenvertrag wieder neu veröffentlicht, welcher auf ihrer Webseite in der rechten Info-Spalte verlinkt ist.
Zusammengefasst: Die CB-Funker sollen informiert sein, daß viele Mobilfunkkritiker auch Angst vor der CB-Funk-HF-Strahlung haben. Durch Hintergrundinformationen (siehe Suchfunktion über die Webseite der DFA e.V. mit dem Stichwort "Mobilfunk") gibt die DFA e.V. den CB-Funkern Argumentationshilfen gegen die Mobilfunkkritiker.
- "Bild der Wissenschaft" - "Neues von den Handys und den Hirntumoren": http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/308694
- "Spiegel-Online" - "Hirntumor-Zahlen in Handy-Ära gleichgeblieben": http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,665076,00.html
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